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‚Naso Tomitanus‘: Intratextuelle Transformationen in Ovids ‚Epistulae ex Ponto‘
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 (Buch) |
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| Ovids ,Epistulae ex Ponto' werden häufig als blosse Kopie des ersten Exilwerks, der ,Tristia', wahrgenommen. Diese Abwertung stützt sich v. a. auf die Aussage des Autors, man solle das Werk als Wiederholung lesen. (Selbst-)Wiederholung jedoch gilt in der Literaturkritik als Zeichen mangelnder Qualität, weshalb die letzte Schrift des Dichters bislang nur wenig erforscht ist.
Adrian Weiss interpretiert das Phänomen der literarischen (Selbst-)Wiederholung neu als Intratextualität mit Blick auf das ,Corpus Ovidianum' im Allgemeinen und die ,Epistulae ex Ponto' im Besonderen. Dieser theoretische Rahmen ermöglicht eine Neubewertung des zweiten Exilwerks, das sich gerade in den Transformationen der Vorgängerschrift erschliesst. Diese Transformationen manifestieren sich besonders in der kommunikativen Gattung des Briefs und im Status der elegischen ,persona' als akklimatisierter Exilierter, als ,Naso Tomitanus'. |
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