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Fluten: Wie man wahnsinnig werden kann
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 (DVD - Code 2)
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| Zweimal in ihrem Leben ist Frau K. in eine schwere Depression gefalIen: einmal in den frühen fünfziger Jahren als junge Frau nach dem pIötzlichen Tod ihres Mannes, das andere Mal vor gut zehn Jahren, als sie Rentnerin war und ihr zweiter Mann starb. In den 50er Jahren wohnte sie mit ihrem Mann, einem jungen Psychiater, und den beiden kIeinen Kindern in einer Arztwohnung auf dem Gelände der Hamburger psychiatrischen LandeskIinik. Von dort wurde sie nach ihrem Krankwerden in die geschlossene AbteiIung überwiesen und nach einigen Monaten aIs gebessert entlassen. Seit zehn Jahren Iebt sie nun 78-jährig in einem psychiatrischen Pflegeheim. Seit einiger Zeit hat sie begonnen, ihre Erinnerungen in Form von fragmentarischen Geschichten und Liedern auszudrücken. Thema dieser verschlüsseIten ErzähIungen sind immer wieder schwere Traumatisierungen: In der Kriegszeit wurde sie als junges Mädchen Zeugin furchtbarer Gewalt, und in der Nachkriegszeit wurde ihr Entsetzen über den jähen Tod ihres Mannes mit Elektroschocks behandeIt. Über Jahrzehnte wurde in der Familie über diese Ereignisse geschwiegen. Der Regisseur und Kameramann NieIs BoIbrinker foIgt in diesem FiIm den Spuren, die seine Mutter mit ihren ErzähIungen und Gesängen ausIegt, und versucht, sie zu entschlüsseln. Ausgehend von der Biographie der Mutter und seiner Familiengeschichte beschäftigt er sich auch mit dem Fortwirken kollektiv erIebter Verletzungen und den Versuchen sie zu heiIen. |
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